4. Dessauer Bauhaus-Open 2022

Turnierbericht

2. Plätze für Dr. Daniela Mieritz, Volker Junge und Thomas Fränkel vom TC Rot-Weiß Dessau!

Anerkennung und Lob erhielt das rührige Team der Helfer aus dem Verein des TC Rot-Weiß Dessau e.V. von den Turnierteilnehmern für die Ausrichtung der 4. Dessauer Bauhaus-Open und nach Turnierabschluss können Turnierdirektor Dr. Karsten Schmidt und Turnierleiter Ulrich Matschke ein positives Fazit ziehen.

„Dank des Engagements vieler und den vielen Förderern , die durch ihre Spende ein solches sportliches Event erst ermöglichen, war es eine gelungene Werbung für den Tennissport bundesweit, aber insbesondere für Sachsen-Anhalt und die Sportstadt Dessau“– so äußerte sich der Vereinspräsident Dr. Karsten Schmidt.

Sportlich gesehen waren 41 der 92 Turnierteilnehmer aus 10 Bundesländern in der Deutschen Rangliste vertreten – Spitzenwert und Garant für attraktives Tennis -und manch ein Favorit musste sich mächtig strecken bzw. den Herausfordernden Tribut zollen.

Zum vierten Mal holte sich Georg Matschke (Leipziger SC 1901 – Deutsche Rangliste Nr. 85) mit seinem aufschlagstarken Spiel die Siegertrophäe mit 6:1,6:0 bei den Herren 30+ gegen Nils Krause (TC Halle 94), der allerdings den bisherigen Dauerfinalisten Manuel Paulick vom Leipziger SC mit 1:6, 7:5, 11:9 bezwingen konnte.

Aus Dessauer Sicht gelang Dr. Daniela Mieritz eine faustdicke Überraschung. Dessau’s Spitzenspielerin bei den Damen unterlag In den Gruppenspielen der Nr. 16 der DRL Sabine Henn vom TSV Altenfurt mit 3:6, 4:6, konnte aber gegen Sabine Mainzinger vom TC Kühlungsborn (DRL 62) mit 4:6, 6:2, 10:6 gewinnen. Die weiteren Gruppenspiele brachten Sabine Mainzinger den Titelgewinn, den 2. Platz für Dr. Daniela Mieritz vor Sabine Henn – ein großartiger Erfolg und bestimmt wird sie sich im kommenden Jahr in der Deutschen Rangliste wiederfinden.

Aus Dessau’s erfolgreichem Ostligateam bei den Herren 60+ vermochte Vorjahressieger Volker Junge (DRL 108) nach zwei schweren Matches gegen den Berliner Uwe Doose (DRL 125) und den Rostocker Ralph Strübing (DRL 115) im Finale gegen den Regionalligaerfahrenen Holger Schmitt (DRL 87) einen brillianten Schlagabtausch zu gestalten. Nach 2:6, 6:4 unterlag er im Matchtiebreak mit 6:10. Ralf Stoiyke (DRL 143) unterlag im Spiel um Platz 3 dem Rostocker Strübing mit 0:6, 2:6.

Bei den Herren 65+ holte sich der Blankenburger Lutz Püffeld (DRL 236) im teilnehmerstärksten Feld den Titelgewinn gegen Dessau’s Thomas Fränkel (DRL 160) mit 6:2 6:2, nachdem er im Halbfinale den an Nr.1 Gesetzten Hildesheimer Achim Conradi (DRL 76) bezwingen konnte. Püffeld hat in diesem Jahr von 25 Turniermatches noch keins verloren.

Besonders leistungsstarke Felder gab es bei den Herren 40+ und 50+. Bei den Herren 40+ unterlag der Dresdner Oliver Jentsch (DRL 33) im Halbfinale dem Rudolstädter Bernhard Bob (DRL 121), im anderen Halbfinale setzte sich der Ex-Dessauer und heute für Dresden spielende Christian Möhrke (DRL 75) gegen den Berliner Simon Kidder (DRL 51) durch. Das eindrucksvolle Finale gewann Christian Möhrke mit 6:1, 6:2.

Dramatisch verlief das Finale bei den Herren 50+. Im Matchtiebreak hatte der Vorjahressieger Rüdiger Gardt (DRL 45) vom TC Amberg beim Stand von 9:6 gleich 3 Matchbälle. Henryk Taterczynski DRL 71) spielt unter Druck sein bestes Tennis mit 5 aufeinanderfolgenden Punkten zum 6:3, 3:6, 11:9 Erfolg.

Die Drittplazierten Alexander Meissner (DRL 84) und Steffen Hage (DRL 162) vom TC RC Sport Leipzig eliminierten die Dessauer Stephan Dittert und Dirk Mäbert im Viertelfinale. Karsten Riesner und Thomas Behn erreichten ebenfalls das Viertelfinale.

Aus Dessauer Sicht ist noch der 3. Platz von Sabrina Ehrle bei den Damen 30+ zu erwähnen, wo die Siegerin Franziska Lautenbach vom LSC Leipzig die an Nr.1 Gesetzte Kirsten Marschner (DRL 42) mit 6:0, 6:1 entzauberte und auch im Finale Kristin Stock (DRL 86) vom SV Lok Blankenburg beim 6:1, 6:2 keine Chance lies.

Bei den Herren 75+ belegte der über 80-jährige Dieter Zimmermann ebenfalls den 3. Platz, nach einer fast 3-stündigen Hitzeschlacht gegen Kuno Winn aus Hannover mit 6:1, 3:6, 10:3. Im Finale konnte Peter Kutscher (DRL 126) das USV Halle und Nachbarschaftsduell gegen Rolf-Dieter Werner (DRL 125) mit 6:0, 4:6, 10:5 für sich entscheiden.

Bleibt noch zu erwähnen, das bei den Damen 60+ Adrienne Krüger (DRL 55) vom Grunewalder TC das Finale gegen Christiane Köppke (DRL 106) vom SV Lok Blankenburg mit 6:3, 6:0 gewann und hier Heike Bonin den 4.Platz belegte. Bei den Herren 70+ beherrschte Peter Kruber (DRL 82) vom Meißner TC das Teilnehmerfeld.

Das wertvollste Geschenk gaben viele der Teilnehmer dem Gastgeber TC Rot-Weiß Dessau e.V. mit ihrem ehrlichen Dank für die erlebte Gastfreundschaft, das Flair auf der Anlage und die sachliche Turnierdurchführung zurück. Auch zukünftig werden sich wieder viele Wiederholungstäter in die Teilnehmerlisten eintragen, dann schon zu den 5.Dessauer Bauhaus-Open.


Turniersplitter

  • 139 Matches wurden bei hochsommerlichen Temperaturen an den 4 Turniertagen ausgerichtet
  • Die beste Position in der Deutschen Rangliste hatte Sabine Henn bei den Damen 50+ mit Platz 16 und Oliver Jentsch bei den Herren 40+ mit Platz 33, beide erreichten den 3.Platz
  • Das längste Match dauerte glatte 3 Stunden, da behielt der Eisenacher Wolfgang Reuter mit 7:6, 6:4, 13:11 über unseren Ivan Buchmann die Oberhand
  • Im Match zwischen Thomas Fränkel und Ulrich Matschke stürzte Thomas beim erlaufen eines Stopp‘s mit dem Kopf zuerst zwischen den Bänken durch die Hecke auf Platz 2
  • Über 300 Flaschen Wasser medium standen den Spielern zu den Matches kostenfrei zur Verfügung, an der Theke wurden 200 l Fassbier und 60 l Fassbrause ausgeschenkt
  • Kostenlos bereitgestellt und immer wieder aufgefüllt wurde das abwechslungsreiche Obstbuffet
  • Nachdem durch einen technischen Defekt 180 mühevoll zubereitete eingefrorene Portionen Gulasch und Bolognese entsorgt werden mussten, scheute sich Martina Matschke nicht davor, nochmals 160 Portionen zuzubereiten. Besten Dank, auch an das ganze Küchen- und Thekenteam!
  • Wasserprobleme, die gab es auch in diesem Jahr! Mit der Verordnung der Stadt Dessau durfte seit dem 01.Juli zwischen 10.00 und 18.00 Uhr keine Bewässerung der Plätze erfolgen und die Turnierdurchführung war in Gefahr. Dank einer Ausnahmegenehmigung wurde zwei Wochen vor Turnierbeginn grünes Licht gegeben. Die Bewässerung am Tag konnte durch die Nachtbewässerung auf ein Minimum beschränkt werden und die Teilnehmer lobten die Qualität der Plätze (bis auf Platz 4)
  • Vermisst wurden in diesem Jahr die drei Kauze im Haselnussstrauch und auch unsere Fuchsfamilie war nicht zu sehen
  • Ein besonderes Lob gilt allen Turnierhelfern, und in diesem Jahr hat sich das Team deutlich vergrößert – Danke!!!